05.11.15

Vorbericht: Größer und internationaler: Wichtigste europäische Museumsmesse EXPONATEC COLOGNE öffnet ihre Pforten

Die EXPONATEC COLOGNE (18. bis 20. November 2015) - die internationale Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe - hat sich zum wichtigsten europäischen Branchentreffpunkt entwickelt: Mit 197 Ausstellern aus 22 Ländern ist die Messe in diesem Jahr größer und internationaler als noch vor zwei Jahren. 77 Neuaussteller haben sich für Köln entschieden, um dem Fachpublikum ihre Produktneuheiten und Weiterentwicklungen zu präsentieren. Das Angebot reicht von Besucherorientierung, Sicherheit, Beleuchtung über präventive Konservierung und Kulturerbe bis hin zu 3D-Inszenierung und Multimediaeinsatz in der Kulturvermittlung. Die Bandbreite und Tiefe des Ausstellungsangebots in Halle 3.2 der Koelnmesse ist in Europa unerreicht.

Zentrale und immer wieder neu herausfordernde Themen für Museumsmacher sind Ausstellungsgestaltung und Besucherführung. Denn nur eine ansprechende und erlebnisorientierte Form der Vermittlung sorgt für Freude und nachhaltigen Wissenszuwachs bei den Besuchern. Insgesamt präsentieren zur EXPONATEC COLOGNE 99 Aussteller ihre Lösungen für die Bereiche Ausstellungsgestaltung und Besucherorientierung. Neue Welten und komplexe Zusammenhänge werden den Besuchern altersentsprechend in häufig spielerischer Form nahegebracht: So bietet beispielsweise Clair Obscur (Berlin) eine völlig neue, digitale Projektionstechnologie an, die eigentlich verborgene Inhalte kont¬rolliert und je nach Bedarf sichtbar macht. Ein weiteres Highlights sind Multimedia-Guides, die zum Beispiel das Unternehmen Tuomi (Luxemburg) anbietet. Mit Hilfe von NFC-Technik (Near Field Communication) wird den Besuchern an ihren jeweiligen Standorten innerhalb einer Ausstellung die passenden Informationen bereitgestellt. Lösungen für ortsbezogene Interaktion zwischen Exponat und Besucher, etwa über Beacon-Technik, QR-Codes, GPS oder NFC-Tags bietet auch appyvenues (Holzgerlingen) an. Das Coesfelder Unternehmen Heddier sowie die Berliner Firma interactive scape sind zwei Anbieter leistungsstarker Multi Touch-Tische, die Ausstellungen zu interaktiven Erlebnissen machen, in denen die reale Welt und die virtuell-digitale Welt zunehmend verschmelzen. Die Firma Neonred (Hürth) hat eine Design-Multitouch-Möbelserie mit integrierter Technik entwickelt, die einen neuartigen kommunikativen Raum entstehen lassen.

Ausgangspunkt der meisten Ausstellung sind physische Exponate, die es ideal in Szene zu setzen gilt: Dies wird oftmals durch den Einsatz spezieller Vitrinen ermöglicht. Vitrinen dienen nicht nur der optimalen Sicht auf ein Ausstellungsstück, sondern müssen zugleich höchste Ansprüche an Sicherheit und Konservierungstechnik bedienen. Etwa durch den Einsatz von hochentwickelten Folien, wie sie das Unternehmen Thiele Glas (Lossatal) anbietet. Die Folien werden zwischen den Glasscheiben einer Vitrine eingesetzt. Indem sie gefährliches UV-Licht herausfiltern wird das Exponat effektiv vor frühzeitiger Alterung geschützt. Weitere namhafte Anbieter sind beispielsweise Glasbau Hahn (Frankfurt a.M.) oder Goppion (Trezzano sul Naviglio, Italien).

Darüber hinaus sorgt eine ausgefeilte Lichttechnik für die Fokussierung und Inszenierung besonders relevanter Details eines Ausstellungsstücks. Auch das eingesetzte Licht muss strenge konservatorische Kriterien erfüllen. Hohe Lichtintensität mit geringem Streuverlust, bestmögliche Farbwiedergabe der Exponate und präzise Dimm-Eigenschaften sind gefragt. Dabei soll die Lichtquelle möglichst emissionsfrei sein und niedrigen Energieverbrauch aufzeigen. Das Thema Licht wird zur EXPONATEC COLOGNE von marktführenden, internationalen Unternehmen wie CLS LED (Wijchen, Niederlande), Erco Leuchten (Lüdenscheid), ITAB Prolight (Köln), Roblon (Frederikskavn, Dänemark) oder Stratas Leuchtenmanufaktur (Berlin) in Szene gesetzt.

Konservierung und Restaurierung sind zwei weitere zentrale Themenfelder der EXPONATEC COLOGNE. 30 namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland bieten den Fachbesuchern, Technik, Lösungen und Konzepte rund um Erhaltung, Einlagerung, Verpackung, Wiederherstellung und Ausbesserung von Kulturgütern: Um Kunstwerke und Artefakte als Bestandteile des kulturellen Erbes für die Zukunft zu sichern, bedarf es besonderer Technik, die bestmögliche Umgebungen zum Schutz der Exponate zu schaffen. Mikroklimatische Bedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit aber auch mögliche Erschütterungen müssen optimal überwacht und schnell reguliert werden. Die technischen Lösungen, die hierfür bereitgestellt werden, sind teilweise über Online-Tools gesteuert, die die Verantwortlichen unmittelbar auf mögliche Gefahren hinweisen, wie beispielsweise von der Firma ArtGuardian aus Berlin angeboten. Weitere Anbieter in diesem Segment sind beispielsweise Abiotec (Le Plessis Robinson, Frankreich), Brune Luftbefeuchtung (Aglasterhausen), miniClima Schönbauer (Wiener Neustadt, Österreich) oder stabaArte (Wiehl). Auch um sich über neue Materialien und Methoden der Restaurierung von Kunstwerken zu informieren, ist die EXPONATEC COLOGNE der ideale Ort: Die ausstellenden Unternehmen und Institutionen, wie etwa Deffner & Johann (Röthlein), Pulch + Lorenz (March) oder das Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft (CICS) der TH Köln bieten das gesamte Anforderungsspektrum an: Spezielle Farben, Materialien und Werkzeuge sowie neue Techniken und Konzepte zur Behebung von Fehlstellen oder zur Bekämpfung von Schädlingen und Umwelteinflüssen.

Die Präsentation von Kunstwerken ist sehr häufig temporär. Ob Wechselausstellungen, Biennalen, Leihgabe, Kunstkäufe oder -verkäufe: Logistik und Transport sind für Museumsmacher und Kulturschaffende Alltag. Ohne spezialisierte und kompetente Partner sind die vielfältigen Herausforderungen nicht zu bewerkstelligen. Verpackung, Transport, Lagerung und Handling sensibler Güter bedürfen umfassender Vorbereitung und Betreuung, egal ob es sich um Einzelobjekte oder um komplette Sammlungen handelt. Zur EXPONATEC COLOGNE stellen in diesem Segment unter anderem die Unternehmen DHL Arts (Köln), Editag (Meyreuil, Frankreich) oder Hasenkamp (Frechen) ihre Dienstleistungen und Produkte vor.

Eng damit verknüpft ist das Thema Sicherheit in Museen. Kunstwerke sollen bestmöglich vor krimineller Fremdeinwirkung wie Einbruch, Diebstahl oder Vandalismus geschützt werden, ohne die Besucher in ihrer Rezeption zu stören. So präsentiert zum Beispiel ein Aussteller eine Lasermesstechnik, die ein Sicherheitsfeld um ein Kunstwerk legt. Lückenlose Überwachung bieten auch hochentwickelte Videosicherheitssysteme, die gekoppelt sind mit verzögerungsfreier Alarmtechnik. Insgesamt präsentieren 19 ausstellende Unternehmen ihre Neuheiten und Produktweiterentwicklungen in den Bereichen Transport, Sicherheit und Logistik an. Maßgeblicher Partner der EXPONATEC COLOGNE ist der BHE Bundesverband
Sicherheitstechnik e.V. (Brücken).

Die umfangreichen Aufgaben des Museumsmanagements und der Informationsverwaltung bleiben für die Besucher in der Regel unsichtbar. Im Museumsmanagement laufen die Fäden der Museumsarbeit zusammen. Um Schnittstellen zu definieren oder die richtigen Informationen für Kuratoren, Kunsthistoriker, Wissenschaftler, Depot-Verwalter, Archivare, Rechercheure, Registrare oder Ticketing- und Sicherheitsbeauftragte zur Verfügung zu stellen, bedarf es komplexer Software und Verwaltungstools. Zur EXPONATEC COLOGNE können sich die Fachbesucher bei 47 Anbietern aus den Bereichen Verwaltung sowie Ein- und Ausgangsmanagement über neue Lösungen informieren, beispielsweise bei CDS Gromke (Leipzig) oder Robotron (Dresden).

Über die EXPONATEC COLOGNE
Als führende Business-Plattform bildet die EXPONATEC COLOGNE alle wesentlichen Themenfelder der Branche ab und bietet einen umfassenden Überblick über das, was im Museum 'State of the art' ist. Schwerpunktthemen der Messe sind neben Besucherorientierung, Sicherheit, Beleuchtung, präventiver Konservierung oder Kulturerbe auch die Aspekte 3D-Inszenierung und Multimediaeinsatz. 197 Aussteller aus 22 Ländern präsentieren den Fachbesuchern aus aller Welt ihre Neuheiten und Produktweiterentwicklungen. Die Ausstellung in Halle 3.2 der Koelnmesse wird von einem umfangreichen und international besetzten Rahmenprogramm abgerundet.


Anmerkung für die Redaktion:
Fotomaterial der EXPONATEC COLOGNE finden Sie in unserer Bilddatenbank im Internet unter www.exponatec.de im Bereich "Presse".
Presseinformationen finden Sie unter www.exponatec.de/presseinformation
Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

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Benjamin Agert
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