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Das bewegte Museum

Was geschieht, wenn Ausstellungen auf Reisen gehen? Artefakte ihren Standort wechseln, um am anderen Ort bewundert zu werden? Dann bedarf es vielfältiger Entscheidungen betreffend der Wahl des Transportmittels, adäquater Verpackung, Betreuung, Versicherung und Finanzierung der meist aufwändigen Aktion. Darüber werden sich Hans Ewald Schneider, Geschäftsführer der Hasenkamp Holding und Prof. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen, auf dem Exponatec-Forum >present< 09 unterhalten.

Das Interesse gilt dem „bewegten Museum“ – Möglichkeiten und Grenzen der Mobilität im Zeichen von Globalisierung und Internet. Die Bedeutung des Museums am besonderen Ort wird ebenso erörtert werden, wie Modelle eines nomadisierenden Museums, mit dem sich das Werkbundarchiv – Museum der Dinge seit 2003 befasst. Dessen Kuratorin Renate Flagmeier wird nach Köln kommen, um im Rahmen von >present< 09 über ihre Erfahrungen zu berichten. Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Schneider, dem Direktor des Rautenstrauch -Joest -Museums Köln und Dr. Matthias Hamann (Moderation) wird sich die Möglichkeit bieten, über Aufgaben des heutigen Museums zu sprechen. Eignet sich ein Museum zum Nomadentum? Und wenn ja – was bedeutet dies für die Beschaffenheit einer derartigen Einrichtung? Logistisch wie baulich. Schließlich bergen Ortswechsel immer auch Risiken für das transportierte Artefakt, über dessen Zustand Restauratoren wachen.

Vor diesem Hintergrund befassten sich Architekturstudierende der FH Köln in einem Master-Projekt des Instituts für Technik und Ökologie (Prof. Fred Ranft) mit den Ansprüchen, Gefahren und Möglichkeiten des Umgangs mit dem „Nomaden Kunst“, und mit der Frage nach dem adäquaten Raum für wechselnde Ausstellungen, die sich durch besondere Flexibilität auszeichnen. Das besondere Interesse galt der energetischen Qualität der Entwürfe, die mit Hilfe einer rechnergestützten Thermischen Gebäudesimulation überprüft und optimiert wurden. >present< 09 wird Ergebnisse zeigen, ebenso aber auch Vorschläge anderer Studiengruppen. Etwa das Projekt eines Teams, das im Rahmen des Designstudiums an der Bergischen Universität Wuppertal zusammenfand, um der Schwebebahn eine neue Gestalt zu geben. In Köln werden die Studierenden ein Ausstellungsmodul vorstellen, dass sich bei Bedarf schlüssig in das öffentliche Verkehrsmittel einsetzen lässt.

Zwei Agenturen werden anhand aktueller Beispiele zeigen, wie sie Museen in Bewegung versetzen: ArchiMeDes aus Berlin und das Atelier Markgraph aus Frankfurt am Main zeigen im >present< -Forum, was derzeit erfolgreich praktiziert wird. Dagegen wurden Studierende in einem von der KölnMesse ausgeschriebenen Wettbewerb aufgefordert, auch dem Denkbaren Ausdruck zu verleihen: das Museum der Zukunft. Visionen, die nun von einer Jury beurteilt werden, um auf der >present< -Sonderschau vorgestellt zu werden. Das Museum ist auf vielfache Weise in Bewegung. Die Koelnmesse lädt dazu ein, dem im Bereich von >present< 09 nachzuspüren.

Dr. Schriefers, Köln, September 2009

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Gesprächsrunden >present< 18.11. 2009 – 11:45 h

Thema: „Was passiert wenn ein Museum reist ?“
Teilnehmer: Renate Flagmeier, Leitende Kuratorin Werkbundarchiv Museum der Dinge, Berlin, Prof. Dr. Klaus Schneider, Direktor des Rautenstrauch -Joest- Museums-Kulturen der Welt, Köln,
Moderation: Dr. Matthias Hamann, Direktor, Museumsdienst Köln

Gesprächsrunden >present< 19.11. 2009 – 11:45 h

Thema: Logistik, Transport
Teilnehmer: Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor Kunsthalle Bremen, Hans-Ewald Schneider, GF, Hasenkamp Internationale Transporte 
Moderation: Dr. Christiane Vielhaber, freie Journalistin,
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EXPONATEC COLOGNE

16.-18.11.2011

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